Was die Presse meint ...

"Der gute Doktor" von Neil Simon

Rheinische Post Krefeld Dezember 2016

Ein Hauch von Surrealismus wehte über die Heeder-Bühne

 

Krefeld. Neil Simons Tschechow-Adaptionen in dem Stück "Der gute Doktor" als Aufführung der Laientheatergruppe "Plus Minus 13 creativ theater e.V." Von Mojo Mendiola

 

 

Anton Tschechow ist vor allem bekannt als seriöser Dramatiker mit psychologischem Tiefgang, Neil Simon erwarb seinen Ruhm eher als Mann der leichten Muse. Ob und wie das zusammengehen könnte, davon konnte man sich am Samstag in dem Stück "Der gute Doktor" als Aufführung der Laientheatergruppe "Plus Minus 13 creativ theater e.V." in der Fabrik Heeder einen Eindruck verschaffen. Tschechow hatte als Student Kurzgeschichten für Zeitschriften verfasst, aus denen Simon eine am Broadway erfolgreiche Revue von Sketchen gemacht hatte.

 

Wo es auf der Heeder-Bühne auch lustig werden solle, gerieten Sketche wie "Chirurgie" und "Der Ertrunkene" allerdings eher zum Klamauk. Vor allem das übertriebene Schreien des Kurjatin war überflüssig. Dabei hatte die Inszenierung von Julie Stearns vielversprechend begonnen. Aus den Lautsprechern ertönte der Irving Berlin Hit "(Dancing) Cheek To Cheek", während in dicke Mäntel gehüllte Personen ohne Partner in ihren geöffneten Armen tanzten. Ein Hauch von Surrealismus wehte über die Bühne, auf der eine Menge zerknüllter Papierblätter lagen. Dann ein Trommelknall, so überraschend und heftig wie in Joseph Haydns "Symphonie mit dem Paukenschlag", und die Gestalten begannen, im Gleichschritt lärmend über die Bühne zu stapfen. Dann plötzlich schienen sie ächzend eine schwere Last zu ziehen wie Treidelschiffer und murmelten, als würden sie Rosenkranz beten. Den absichtlich kaum zu verstehenden Text aber lasen sie von den am Boden verstreuten Papierknäueln ab. Dieses Intro nahm gefangen.

 

Auch der Monolog eines Schriftstellers, der mit der rhetorischen Frage "Was ist ein Dichter?" begann, gelang eindrucksvoll. Dann folgte mit "Das Niesen" eine herrliche Persiflage auf die Unterwürfigkeit sogenannter kleiner Leute gegenüber sogenannten Autoritäten. Die Spannung zwischen dem urkomischen Benehmen des kleinen Beamten Tscherdjakow und der Tragik seiner psychischen Verkrüppelung arbeitete das Ensemble prima heraus. Und glaubwürdig wirkte auch - allem idealistischen Pädagogisieren zum Trotz - die Lektion, die eine Herrin ihrer Gouvernante erteilte, indem sie dieser ebenfalls allzu unterwürfigen Julia ihr Gehalt erst durch absurde Abzüge auf ein Achtel herunterrechnete und dann doch voll auszahlte, auf dass sie sich so etwas nicht noch einmal gefallen lasse.

 

Die Stärke des Ensembles lag also zumindest an diesem Abend eher in der Ernsthaftigkeit Tschechows als im Boulevard-Theater Simons, obwohl das Publikum durchaus auch Anlass zum Lachen fand.

 

"Gretchen 89 FF" von Lutz Hübner

KRONE Stadtmagazin Krefeld September 2015

Jetzt kann das Stück öffentlich bewundert werden in der Fabrik Heeder ... (KRONE Stadtmagazin Krefeld April 2015)

„Super“, „fantastisch“, die Zuschauer sind begeistert, die aus der Heeder-Studiobühne II kommen, wo sie gerade die Aufführung „Gretchen 89ff“ des Krefelder ... (WZ Krefeld, 02.03.2015)

WZ Krefeld 02.03.2015
WZ Krefeld 02.03.2015
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...war alles gekonnt und mit Herz gespielt und wird hoffentlich noch öfter zu sehen sein. (RP Krefeld, 02.03.2015)

Rheinische Post, 02.03.2015
Rheinische Post, 02.03.2015
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"Endlich ist es soweit und die Theatergruppe PLUSMINUS13 freut sich mitteilen zu können, dass sie unter der Regie von Julie Stearns ein Stück auf die Beine gestellt hat, ..." (WZ Krefeld, 28.02.2015)

WZ Krefeld, 28.02.2015
WZ Krefeld, 28.02.2015

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